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Sonntag, 23. Oktober 2016, Moment mal....meine Seele wartet

Juris Teichmanis


Benefizkonzert des Rotary Club Buer 
zugunsten der Stiftung des Sozialwerkes St. Georg

Moment mal!...meine Seele wartet

DAS PROGRAMM

J. S. Bach: Präludium in G Bwv 568
J. S. Bach: "Meine Seele wartet" aus der Kantate Bwv 131
F. Schubert: Du bist die Ruh D 776
J. S. Bach: 2 Sätze aus den Cellosuiten
F. Mendelssohn-Bartholdy: Lied ohne Worte in E op. 19/1
C. P. E. Bach: Busslied
J. S. Bach: "Geduld" aus der Matthäuspassion (nr. 35 Tenorarie)
J. S. Bach: Choral-Variationen aus der Kantate Bwv 4

PAUSE

J. S. Bach: Fantasia in c Bwv 921
F. Mendelssohn-Bartholdy: "Sei getreu bis in den Tod" aus dem Paulus op. 36
L. v. Beethoven: Vom Tode op. 48/3
F. Mendelssohn-Bartholdy: Lied ohne Worte in D opus 109
F. Mendelssohn-Bartholdy: 2. Satz aus Cello-Sonate opus 45
F. Schubert: Meeres Stille D 216
M. Gees: Glückliche Fahrt
F. Schubert: Auf dem Strom D 943

Jan Kobow, Tenor
Juris Teichmanis, Violoncello
Michael Gees, Klavier

Die Existenz und das Programm dieser Soirée sind der Phantasie entsprungen. Überschrieben werden könnte die Auswahl mit dem großen romantischen Topos "Sehnsucht": Nach Ruhe, Erlösung, Liebe. Es erklingen Arien aus der "Matthäuspassion" und aus dem "Paulus", aus den frühen Bach-Kantate Bwv 4 und 131, einige "Lieder ohne Worte", sowie Lieder von Franz Schubert, darunter auch das Werk "Auf dem Strom", im Original für Gesang, Horn und Klavier, in einer Bearbeitung mit obligatem Violoncello, die anlässlich einer akademischen Trauerfeier für Franz Schubert in Wien im Jahr 1829 aufgeführt wurde.

WAZ_ : Benefizkonzert gelingt musikalische Entschleunigung

Gelsenkirchen. Der Rotary-Club Gelsenkirchen Buer wollte etwas für die Seele tun. Für die Seele von Kranken und die eines Konzertpublikums. Der Versuch ist gelungen.

„Entschleunigung suchen, Pausen finden, das kenne ich aus meinem Beruf sehr gut. Sie bestimmt auch, nicht wahr?", Uwe Wildförster blickte am Sonntagabend in der Matthäuskirche in viele erwartungsfrohe Gesichter. Der Präsident des Rotary-Clubs Gelsenkirchen-Buer freute sich, zum Benefizkonzert „Moment mal... meine Seele wartet" gut 180 Besucher begrüßen zu dürfen. Ganz entspannt im Kreise von Freunden und Familie in einer „Soiree" Musik zu genießen, das war auch das Konzept der „Salonkonzerte" im 19. Jahrhundert. So erklärte Michael Gees, musikalischer Leiter und Pianist des Abends, seine Idee zur Programmgestaltung.
90 Minuten voller Spielfreude und Geist

„Nur einen Satz einer Suite spielen oder eine Kantate ohne den Chor aufzuführen, das gab es vorher nicht". Gees bat die Zuhörer, sich mit ihrer Fantasie in das Jahr 1835 nach Leipzig zu begeben, in das Haus des neuen Generalmusikdirektors des Gewandhauses, Felix Mendelssohn-Bartoldy. Das Präludium in G-Dur BWV 568 von Johann Sebastian Bach machte den Auftakt zu 90 Minuten voller Spielfreude und Geist. Hier interpretierten Gees (Klavier) und Juris Teichmanis (Violoncello) den strahlenden barocken Glanz des Alten Meisters.

Zur Bachschen Kantate über den Psalm 130,6 gesellte sich Tenor Hansjörg Mammel hinzu, Ersatz für den erkrankten Jan Kobow. Was für eine herrliche Stimme. Wunderschöne saubere Koloraturen, eine perfekte Interpretation der sehnsüchtigen Erwartung des Herrn. Mit dem Kunstlied „Du bist die Ruh" von Franz Schubert zeigte Mammel die inbrünstige Seite der beginnenden Romantik. Nach einem immensen „crescendo" schlich sich zuerst die Stimme davon, dann die letzten perlenden Klänge des Klaviers und am Ende ein „morendo" des Violoncellos. Die Zuhörer riss es zu einem spontanen Applaus hin.
Erlös ist speziell für das Autismus-Programm bestimmt